KTI-Plersch Kältetechnik

Projektanfrage

Bestandteile einer Betonkühlanlage

Die Bestandteile von Betonkühlanlagen können je nach Kundenanforderungen bezüglich Betonrezeptur und einhergehend der Betontemperaturen variieren. KTI liefert Betonkühlsysteme, die von Kaltwasseranlagen oder Eiswasseranlagen über Eisanlagen bis hin zur Zuschlagstoffkühlung durch Luft oder Wasser bestehen. Bei sehr großen Projekten, wie etwa Staudämme, bietet KTI zusätzlich die Option des sogenannten Post-Coolings – der Kühlung des Betons nach dem Vergießen.

1. Eiswasseranlage oder Kaltwasseranlage


Die Zugabe von Wasser zum Anmischen des Betons ist selbstredend. Gleichzeitig ist hier die erste Möglichkeit während des Mischvorgangs den Beton zu kühlen. Das Anmischwasser wird auf entweder 1°C oder 4°C vorgekühlt. Hierbei kann bereits eine Temperatursenkung um ca. 11 K erzielt werden.

Die containerisierten Kaltwasseranlagen (CCWP) kühlen Wasser mit einer Eingangstemperatur von +30 bis +45 °C auf 5 °C. Für niedrigere Betontemperaturen bietet KTI die containerisierten Eiswasseranlagen (CIWP), welche Wasser mit einer Eingangstemperatur von +30 bis +45 °C auf 1 °C abkühlen. Eine CIWP ist mit einem speziellen Eisspeicher ausgerüstet, mit dem das Eiswasser um einen Rohr- oder Plattenverdampfer gespeichert wird. Selbstverständlich bietet KTI auch Lösungen an, die für geringere Wassereintrittstemperaturen von +25°C, wie sie beispielsweise in Europa oder Nordamerika vorkommen, ausgelegt sind.

Ergänzend zu den Kaltwasseranlagen, bietet KTI vorgefertigte und isolierte Kaltwassertanks an. Diese können unter den Kaltwasseranlagen installiert werden, um so Platz und Installationskosten zu sparen.

2. Scherbeneisanlage oder Platteneisanlage

Durch das Ersetzen von Kaltwasser durch die entsprechende Menge Eis kann eine weitere Abkühlung des Betons erzielt werden. Hierbei ist eine Temperatursenkung von weiteren 14K erreichbar; der Beton kann also um insgesamt 25K abgekühlt werden.

Die Eisanlagen von KTI produzieren Scherbeneis (FLIP) oder Platteneis (PLIP). Ein Teil des kalten Wassers aus den Kaltwasseranlagen wird hierbei zur Erzeugung des Eises verwendet. Die Eisanlagen werden in einem Container vormontiert und ausgeliefert. Eine Einheit ist bis zu einer Tagesleistung von 100 Tonnen (FLIP) oder 160 Tonnen (PLIP) Eis erhältlich.

3. Kombinierte Anlagen Kaltwasser & Eis

Eine technische Errungenschaft von KTI sind die kombinierten Anlagen, welche sowohl Kaltwasser als auch Scherbeneis produzieren. Diese sind in einem einzelnen Container bis zu einer Tagesleistung von 42 Tonnen Eis und 176 m³ Kaltwasser erhältlich.

4. Eislager

Genauso wichtig wie die Herstellung von Eis ist dessen Lagerung. Diese ermöglicht eine konstante Produktion an Eis über den gesamten Tag und einen sofortigen Abruf der gewünschten Eismenge auch während Auslastungsspitzen.

Die Eislager von KTI können sowohl für Scherbeneis als auch Platteneis verwendet werden und sind bis zu einer Aufnahmemenge von 90 Tonnen Eis erhältlich und enthalten einen vollautomatisierten Eisrechen und automatisches Eisaustragssystem. Mobile Eislager (MIS) werden in einem hoch belastbaren Stahlrahmen gefertigt und sind zwischen 18 und 90 Tonnen erhältlich.

Semi-automatische Eislager (MIS-sa) bis zu einer Aufnahme von 23 Tonnen sind in einem 40-Fuß-Container installiert. Der Eisaustrag erfolgt manuell.

KTI fertigt weiterhin zerlegbare Eislager (MIS-b), die jedoch für einen schnellen Aufbau vorkonfektioniert werden. Diese Version unserer Eislager sind bis zu einer Kapazität von bis zu 250 Tonnen erhältlich.

5. Zuschlagstoffkühlung

Ist eine Kühlung des Betons durch die Zugabe von Kaltwasser oder Eiswasser oder Eis nicht ausreichend, müssen die Zuschlagsstoffe vorgekühlt werden. Dies kann durch den Einsatz von Kaltluft oder Kaltwasser erfolgen. Eine Senkung der Temperatur der Zuschlagstoffe um 2°C ermöglicht eine Senkung der Betontemperatur um 1°C. So kann der Beton um mindestens weitere 10 K abgekühlt werden.

Zuschlagstoffkühlung durch Kaltluft

Zur Kühlung der Zuschlagstoffe mit Luft (CCAP), wird eine große Menge an Kaltluft durch den Silo geschickt. Insbesondere unter schwierigen Bedingungen stellt die Zuschlagstoffkühlung durch Kaltluft eine äußerst effektive Methode dar. Neben der Einsparung von Energie kann durch den Einsatz von Kaltluft eine weitaus tiefere Betontemperatur erreicht werden als durch die Zugabe von Wasser oder Eis, da die Erreichung des maximalen Wasseranteils nicht beeinflusst wird.

Die Kaltluft durchströmt dabei den Silo von unten nach oben und entzieht dem Gestein Wärme. Der Silo kann durch die Öffnung an der oberen Seite durch herkömmliche Förderanlagen mit Aggregaten beschickt werden. Sind die Zuschlagstoffe am unteren Auslass angekommen, sind diese abhängig von der Verweilzeit im Silo abgekühlt und können verarbeitet werden.

Zur gleichmäßigen Verteilung der Luft hat KTI spezielle Düsen entwickelt, die fest im Silo installiert werden und für eine optimierte Umströmung der Aggregate sorgen. Somit ist eine effiziente Ausnutzung der eingebrachten Kälteleistung gewährleistet.

Die Kaltluftanlagen sind äußerst kompakt gebaut und bis zu Leistungen von 1200 kW Kälteleistung erhältlich.

Eine Installation einer Kaltluftanlage zu einer Betonmischanlage bzw. Zuschlagstoffsilos kann auch nachträglich geschehen. Ebenso bieten Kaltluftanlagen eine perfekte Ergänzung oder gar Erweiterung zu einer bestehenden Betonkühlanlage.

Zuschlagstoffkühlung durch Kaltwasser

Zuschlagstoffe können ebenso durch den Einsatz von Kaltwasser oder Eiswasser vorgekühlt werden. Diese Methode stellt eine sehr schnelle Variante der Zuschlagstoffkühlung dar, benötigt keine Modifikation der Silos und ist unabhängig von der Silogröße.

Die Zuschlagstoffe werden nach dem Silo auf einem speziellen Förderband, dem sog. Wet-Belt, mit Kalt- oder Eiswasser besprüht. Je nach Länge des Förderbandes und der Verweilzeit der Zuschlagstoffe darauf können diese auf eine sehr niedrige Temperatur vorgekühlt werden und anschließend weiterverarbeitet werden. Das zurückfließende Wasser wird in einem Absetzbecken „vorgereinigt“ um danach wieder neu abgekühlt zu werden.

Für die Anwendung eines Wet-Belts hat KTI spezielle Kalt- bzw. Eiswasseranlagen entwickelt, die sich im Aufbau grundsätzlich zu den herkömmlichen Kalt- oder Eiswasseranlagen von KTI unterscheiden. Es kommen spezielle Rieselfilmkühler zur Anwendung, die speziell für die Kühlung von verunreinigtem ausgelegt und produziert werden.

Die Kaltwasseranlagen bzw. Eiswasseranlagen von KTI zur Aggregatevorkühlung mit einem Wet-Belt sind in verschiedenen Größen erhältlich und werden insbesondere entsprechend der Anforderungen unserer Kunden ausgelegt und hergestellt.

6. Post-Cooling

Im Bereich des Massenbetons, der zum Bau von Staudämmen oder anderen Großbauwerken eingesetzt wird, ist es sehr oft notwendig den Beton auch nach dem Vergießen zu kühlen. Dies ermöglicht es die entstehende Hydrationswärme aus dem Inneren des Bauwerks abzuführen und trägt somit zur Erreichung der geforderten Qualität des Betons bei.

Rohrleitung werden vor dem Vergießen des Betons verlegt, durch die Kalt- oder Eiswasser strömt und die Wärme abführt. Hierbei muss die richtige Größe und optimale Abstand der Rohre beachtet werden, um die benötigte Wärmemenge abführen zu können.

Für den Einsatz für ein Post-Cooling müssen die Kalt- oder Eiswasseranlagen (CCWP, CIWP) von KTI nur leicht modifiziert werden. Durch den kompakten Aufbau der Anlagen können diese je nach Baufortschritt versetzt werden und verschiedene Segmente des Bauwerks kühlen.

7. Zubehör

Selbstverständlich hat KTI auch das passende Zubehör für die Anlagen entwickelt und als festen Bestandteil im Portfolio. Ebenso findet sich dieses Zubehör immer als eine der wesentlichen Komponenten von Betonkühlanlagen. Durch eine Erweiterung der KTI Eisanlagen oder Eislager mit dem originalen Zubehör von KTI wird jede Anlage aufgewertet und noch effizienter.

Eines der wichtigsten Zubehörsets findet sich im Bereich der Eisförderungen und Eisverwiegung. Das Handling von Eis benötigt viel Erfahrung, da sich Eis unter bestimmten Umständen nicht planbar verhält. Auf der anderen Seite ist eine genaue Verwiegung des Eises höchst kritisch, um die geforderte Betonqualität zu erzielen. Deshalb hat KTI intensive Entwicklungsarbeit mit verschiedenen Partner geleistet, um den Kunden hochwertige und zuverlässige Produkte zu bieten.

Neben einfachen oder doppelten Förderschnecken, die in verschiedenen Längen erhältlich sind, und passender Wiegezelle bietet KTI auch das Equipment zur pneumatischen Förderung von Eis. Dieses kann so über längere Distanzen geförderter werden. Mit sogenannten Eisweichen können damit auch mehrere Station mit Eis beliefert werden.